PRÄZISION MIT TRADITION: GRESSER LASER SEIT 1965

Gresser Laser zum 50. Jubiläum

20.12.2016

Passend zum 50-jährigen Jubiläum der Firma Gresser Laser, möchten wir Ihnen mit diesem Bericht einen Einblick verschaffen, wie hier seit 50 Jahren gearbeitet und stetig mit der Zeit gegangen wurde. Lassen Sie sich entführen in die einzigartige Welt des Natursteins und der unzähligen Möglichkeiten des Einsatzes von Lasermodulen.

1966

Geschichtliche Entwicklung 

Im Jahre 1966 gründete der erfahrene Steinmetzmeister German Gresser die Firma Gresser Laser. Mit seinen Kenntnissen und jahrelangen Erfahrungen erkannte er die Notwendigkeit, Lösungen für die millimetergenaue Arbeit an Steinmaterial zu entwickeln.

Eigene Entwicklung Baulaser für die Bauindustrie und Innenausbau.

Gresser Laser Alpha mit 90° Winkeloptik an einer Steinbearbeitungsmaschine.

1969

Durch sein technisches Verständnis und der Motivation zukunftsweisend zu arbeiten konstruierte er zwei außergewöhnliche Geräte, die teilweise heute noch in der Natursteinindustrie anzutreffen sind. Es waren zum Einen, das mechanische Schnellmessgerät EST und zum Anderen das mechanische Schnellmessgerät ES. Für eben diese Geräte erhielte Gresser auf der Weltausstellung Brüssel eine Silbermedaille und ist bis zum heutigen Tage über die Grenzen bekannt. Gleichzeitig generierte er ein Halogenrichtlichtgerät, mit dem nun der Steinmetz selbst das Material einrichten konnte. Als weiteres Standbein wurden medizinische Laser entwickelt und in die Produktion aufgenommen, die hauptsächlich in der Dermatologie, Zahnheilkunde und Kosmetik Anwendung fangen. Nach dem Tod German Gresser (1986) trat Dipl.-Kfm. Joachim Müller als geschäftsführender Gesellschafter in die Firma ein, für die er bis heute tätig ist.

Eine der ersten Messen mit Joachim Müller vor ca. 40 Jahren. Im Bild Frau Gresser und Joachim Müller. Messe war damals in Sant‘Ambrogio bei Verona.

Messe Sant‘Ambrogio Herr Müller und Frau Gresser.

Messe in Nürnberg mit Mitarbeitern vorn Magazin Naturstein.

Produktentwicklung

Der weit verbreitete Begriff „Richtlicht“ stammt noch aus den 70iger Jahren, als Halogenlampen mit Fadenmarkierung erstmals zur Schnittausrichtung an Brückensägen verwendet wurden. In diesen Anfangszeiten der Positionierhilfen erfüllten diese Lichtgeräte durchaus ihren Zweck, wurden aber im folgenden Jahrzehnt sehr schnell von den wesentlich leistungsstärkeren Helium-Neon Lasern verdrängt.

1975

Waren für den Einsatz von Halogenlampen noch erhebliche Kompromisse wie ein dunkler Arbeitsplatz erforderlich, lieferte die rote Linie des Helium-Neon Laser auch bei einigermaßen normalen Lichtverhältnissen eine brauchbare Hilfslinie zur Materialausrichtung. Obwohl derzeit in gewissen Bereichen und bei der Akzeptanz von Kompromissen in Bezug auf die Leistungsstärke kostengünstige und kompakte Halbleiter- oder Diodenlaser die Helium.Neon Laser zeitweise verdrängt haben, boten sie damals noch keine echte Alternative an Brückensägen normaler Dimensionen, eher an Ablängsägen oder kleineren Brückensägen.

Messer in Nürnberg. Damals noch mit He-Ne Lasern.

Messe in Nürnberg. Laser im wassergefüllten Aquarium als Beweis für die Wasserdichtigkeit. Wichtig für die Steinindustrie, da dort mit Wasser gearbeitet wird.

Durch die Errichtung neuer Produktionshallen mit viel Licht bzw. Sonneneinstrahlung oder in tropischen bis subtropischen Ländern konnten auch leistungsstarke rote Linien der Helium-Neon Laser nicht mehr oder nur unbefriedigend gesehen werden. Durch die Entwicklung eines diodengepumpten Festkörperlasers, der im grünen Spektralbereich stahlt uns somit für das menschliche Auge erheblich besser sichtbar ist, fand Gresser die Lösung dieses Problems. Bei gleicher Leistung erscheint die grüne Linie um ein Vielfaches heller als die rote Linie, da das Auge diesen Teil des Spektrums am intensivsten empfindet. Diodengepumpte Festkörperlaser können sehr viel höhere Leistungen als Helium-Neon- oder Halbleiterlaser erreichen. Hier kann die Sichtbarkeit um ein Vielfaches gesteigert werden.

Der Aufbau des diodengepumpten Festkörperlasers (grüne Linie) ist sehr kompakt und robust. Im Vergleich zum Helium-Neon Laser entfällt die Laserglasröhre und die Hochspannung, was erhebliche Qualitätsvorteile bringt. Die Firma Gresser bietet diesen Laser in den Leistungsbereichen von 2 bis 50 Milliwatt an. Durch seine geringe Größe kann der „grüne Laser“ problemlos überall angebaut werden. Damit stand der steinverarbeitenden Industrie zu noch rentablen Preisen ein Laser zur Verfügung, der in Qualität und Intensität seiner Linie alles Bisherige weit übertraf. Der Umbruch in zur grünen Strichmarkierung ist heute fester Bestandteil.

Messestand in Nürnberg mit Mitarbeiter.

Messestand in Nürnberg mit Mitarbeiter.

1989

Als Weiterentwicklung zu den mechanischen Messgeräten EST und ES entwickelte Gresser das elektronisch digitale Messgerät, das an allen Maschinentypen nachgerüstet werden konnte. Es garantierte schnelles und präzises Messen in der Sägerichtung. Einmalig war, dass die Sägeblattstärke programmiert werden konnte und somit mehr beachtet bzw. berechnet werden musste. Im Display sorgten große Leuchtziffern für gute Erkennbarkeit an dem Arbeitsplatz der Maschine.

1993

Parallel zu den Positionslasern produzierte Gresser einen eigenen Rotationslaser. Der handliche, robuste und bedienungsfreundliche Baulaser wurde besonders in den Bereichen des Innenausbaus unentbehrlich. Nivellieren, fluchten und anreisen senkrechter Flächen, rechter Winkle und Strecken war mit dem Rotationslaser exakt und schnell durchzuführen.

Messestand auf Messen in Hannover, Nürnberg und Verona.

Messestand, Herr Müller erklärt potentiellen Kunden die Funktionsweise der Laser.

Heutiger Stand und Ausblick der Gresser Laserprodukte

Heute werden die Gresser Positionierlaser in den unterschiedlichsten Industriebereichen, von kleinen und großen Diodenlasern, mit roter Linie bis hin zu starken diodengepumpten Festkörperlasern mit grüner Linie, eingesetzt. Sie sind die Lösungen bei vielen Problemstellungen, wo qualitativ hochwertige Präzision gefragt und ein gutes Kosten-/Nutzenverhältnis Voraussetzung ist.


Auf Grund von langjährigen Kenntnissen der technischen Fertigungsabläufe in den Produktionsbetrieben kann Herr Müller Sie jederzeit bie Bedarf beraten und Lösungen erarbeiten.

Gresser Medizinlaser für Akupunktur, Dermatologie und Zahnheilkunde.

Gresser Rotationslaser für Kanalbau und Innenausbau BL505.

Die ersten Diodenlaser, Ablösung der He-Ne Laser.

Die ersten Diodenlaser, Ablösung der He-Ne Laser.

Gresser elektronisch-digitales Messgerät. Ablösung der mechanischen Messgeräte EST und ES

Gresser Entwicklung mechanisches Messgerät patentiert, bekam auf der Weltausstellung in Brüssel 1958 eine Silbermedaille. Diese Geräte waren unverwüstlich und sind heute noch funktionsfähig an Steinmaschinen zu finden.